Der Fachbegriff Suchmaschinenoptimierung, im hippen Englisch-Werbeslang auch Search Engine Optimization oder kurz und prägnant SEO, ist momentan in aller Munde und Wunsch der meisten Kunden.

Kein Wunder - in unserer heutigen von Google dominierten Zeit gilt für viele Rezipienten: Was ich nicht bei Google finde, gibt es nicht!

Um aber zu entscheiden, ob SEO seinem Ruf wirklich gerecht wird, soll erst einmal der Begriff für sich durchleuchtet werden.

Was ist SEO überhaupt?

Das primäre Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist eine bessere Auffindbarkeit von Webseiten in den organischen Suchresultaten, also den unbezahlten Suchergebnissen im Suchmaschinenranking. Salopp gesagt: Die Website sollte bei bestimmter Keywordabfrage (dem Suchbegriff) unter den ersten Seiten aufzufinden sein.

Suchmaschinen arbeiten mit sogenannten Webcrawlern: Mechanismen, die Webseiteninhalte strategisch nach spezifischen Kriterien (zum Beispiel Überschriftenplatzierung, Navigationsstruktur, Tags) absuchen und letztendlich bewerten. Zur Absuche werden bekannte HTML-Standards des Webs genutzt, die es im Zuge des SEO letztendlich zu optimieren gilt.

Man kann im Folgenden zwischen zwei verschiedenen Arten des SEO unterscheiden, die im Idealfall Hand in Hand spielen sollten, um das bestmögliche Ergebnis erzielen zu können.

On-Page-Optimierung

Die On-Page-Optimierung konzentriert sich auf die eigentliche Struktur der Webseite. Hierzu zählen der richtige Einsatz von Überschriften und Unterüberschriften (nur jeweils eine h1 - Hauptüberschrift - auf jeder Seite, um ein einfaches Beispiel zu nennen), Menüs und Untermenüs. Man spricht deswegen auch von einer Content-Optimierung.

Auch eine Rolle spielen Tags und Keywords. Keywords sind "Schlüsselwörter", die geeignete Suchwörter symbolisieren. Hierzu gibt es bereits eine Hand voll frei verfügbarer Datenbanken, in denen man sich passende Keywords zu einem beliebigen Thema anzeigen lassen kann. Die sogenannten meta-tags "keyword" und "description", die ehemals für SEO eingeführt wurden, sind mittlerweile allerdings nicht mehr so relevant, da Google diese bisweilen nicht mehr berücksichtigt.

Off-Page-Optimierung

Off-Page-Optimierung - wie der Name schon vermuten lässt - bezieht sich auf alle Methoden, die sich über die tatsächliche Webseite hinaus abspielen. Ein wichtiges Stichwort ist die Linkoptimierung: Eine optimierte Webseite besitzt ein ausgeklügeltes Linknetzwerk zu anderen thematisch ähnlichen Webseiten. Denn auch die Quantität und Qualität von Linkverweisen (Backlinks) sind ein guter und wichtiger Ansatz für die Suchmaschinenoptimierung.

Ein zusätzlicher Punkt, der allzu oft in Vergessenheit gerät: Suchmaschinenoptimierung bietet keinesfalls die Garantie, dass die Seite einen guten und stimmigen Inhalt aufweist.

Und jetzt Butter bei die Fische: Brauchen wir SEO wirklich?

Die Antwort wird nicht überraschen: Ja!

Aber warum?

Kunden, Konsumenten, Rezipienten - wir alle sind konfrontiert mit einer Informationsflut an Angeboten und Inhalten, der wir Herr (oder Frau) werden müssen. Die Folgen sind schon lange keine Geheimnisse mehr: Eine zunehmende Reaktanz und Aufmerksamkeit als knappe Ressource sorgen dafür, dass wir uns meist nicht mehr lange damit aufhalten, Angebote strategisch zu vergleichen oder gar Webseiten, die Google auf Seite 10 der Suchergebnisse ausspuckt, zu besuchen. Deswegen hat besonders auch in den letzten Jahren das Buhlen um die ersten Plätze im Suchergebnis-Ranking begonnen - zu Recht. Wer die ersten Plätze beansprucht, kann nicht nur mehr Traffic (Website-Besucher) verbuchen - eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Marken-/Unternehmensbekanntheit und -vertrautheit -, sondern hat auch einen gewissen Prestigeanteil.

Ein Problem von Google ist für den ein oder anderen vielleicht erstaunlich, aber wahr: Google ist nicht intelligent. Statt die Güte eines Webseiten-Inhalts zu beurteilen, durchlaufen Webcrawler die Seite und mathematische Suchalgorithmen stufen den Inhalt ein. Ein guter Content ist also (leider) nicht ausreichend und noch so wertvolle Informationen können im Web leicht untergehen.

SEO sollte deswegen nicht nur als eine nebensächliche Optimierung von Webseiten gesehen werden, sondern als nachhaltiges Marketing-Tool.

Was hilft das beste Layout, gezielt formulierte Inhalte und ein Logo, das alle von den Socken haut - wenn nichts davon je gesehen wird?