Native Mobile Apps sind großartig! Seien es Community-Apps, Spiele oder Business-Anwendungen, die zu unseren täglichen Begleitern gehören, manche Apps gehören einfach in den Play- bzw. App-Store.

Der Haken an der Sache ist, dass die Entwicklung einer solchen App kostenintensiv sein kann, da man eigentlich immer 2 Apps entwickeln muss: Einmal für den Marktführer Android von Google und dann noch für Apples iOS.

Auch das Distributionsmodell über die jeweiligen App Stores kann zum Problem werden. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor:
Sie haben in drei Monaten einen großen Messeauftritt geplant. Das Programm dazu möchten Sie gerne als App allen Interessenten zur Verfügung stellen. Die App soll zusätzlich dazu genutzt werden können, um Push-Benachrichtigungen bei Programm-Änderungen zu empfangen und dem Nutzer ermöglichen, Feedback zur Messe zur geben.

Hört sich rund an? Ist es auch! Die Herausforderungen kommen, wie so oft, in der Praxis:

  • Zusätzlich zu den 2 Apps muss auch eine Microsite mit denselben Inhalten erstellt werden
  • Die App besitzt einen begrenzten Nutzerkreis (Teilnehmer der Messe) – das kann schon das Aus im App Store Review-Prozess bedeuten
  • Nach Ende der Messe muss die App wieder aus den App Stores entfernt werden - kein Mehrwert
  • Ganz ehrlich: Die wenigsten Ihrer Besucher haben Zeit, Lust und verfügbares Datenvolumen um sich Ihre App herunterzuladen

Wäre es nicht super, wenn man einfach nur die Microsite programmiert und diese irgendwie "installierbar" macht? Und dann noch Push-Notifications und Offline-Verfügbarkeit rein – fertig! Unmöglich? Nicht mehr, es gibt da was ganz Neues …

PWA - Progressive Web Apps

Dass quasi kein Unterschied zwischen nativer App und PWA bestehen muss, sieht man anschaulich am Beispiel "Twitter Lite". Was ist nativ, was PWA?

Kurzgesagt sind Progressive Web Apps normale Websites, die sich schnell und einfach auf dem Smartphone installieren lassen und dann fast alles können, was auch eine native App kann. Das Schöne: Wir dürfen den Nutzer um Installation bitten, sind aber nicht darauf angewiesen, dass er zustimmt – die Website funktioniert natürlich auch im Browser. Ein weiterer Vorteil liegt in der Größe: Während eine native App auf Android schnell mal 20-40 MB wiegt, sind die meisten PWAs mit 2-5 MB sehr genügsam.

Einer der wichtigsten Aspekte von PWAs sind sogenannte Service Worker. Das sind kleine Programme, die automatisch im Hintergrund weiterlaufen, selbst wenn die Website bzw. App geschlossen wird. Diese Technik ermöglicht es unter anderem auf Push-Notifications zu reagieren und die gesamte App komplett offline benutzbar zu machen.

Richtig eingesetzt, ermöglichen PWAs also für bestimmte Anwendungsfälle (wie die skizzierte Messe-App) eine drastische Reduktion des Zeit- und Kostenaufwands.

Und das geht wirklich?

Die Antwort lautet: Generell Ja. Eine PWA läuft auf jedem Gerät, das einen Browser bereit stellt, da es im Kern eben "nur" eine Website ist. Je nach verwendetem Browser und Betriebssystem gibt es Technologien, wie z.B. Standorterkennung, die zusätzlich genutzt werden können. Die PWA muss sich Ihrer Umgebung anpassen – eben "progressive" sein.

Davon, dass Google und Microsoft definitiv an Bord sind, konnten wir uns persönlich bei der AWWWARDS Conference überzeugen. Beide Unternehmen schickten Vertreter, die uns von Ihrem Commitment überzeugen konnten. Einzig der Gigant aus Cupertino ließ sich Zeit, kündigte aber zuletzt überraschend auch seinen Support an.

Die Weichen sind also gestellt. Wenn Sie mit auf den Zug aufspringen wollen, Fragen oder Anregungen haben, melden Sie sich gern bei uns!